«Ewige Chemikalien» im Leitungswasser erhöhen das Krebsrisiko um bis zu 33%
Männer in Gebieten mit hohen PFAS-Werten zeigten in größerem Maße Leukämie und Krebs des Harnsystems, des Gehirns und der Weichteile.
📊 Was die Forschung zeigt
Eine Studie der Medizinischen Fakultät Keck der University of Southern California (USC) spricht von einer Erhöhung des Krebsrisikos um bis zu 33% durch die Exposition gegenüber „ewigen Chemikalien“, die im Leitungswasser nachgewiesen werden.
🧫 Was sind PFAS und wo kommen sie vor
Die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die mittlerweile als „ewige Chemikalien“ bekannt sind, werden in fast der Hälfte – 45% – der Trinkwasserreserven in den Vereinigten Staaten gefunden und stehen laut Forschern im Zusammenhang mit der Zunahme der Häufigkeit bestimmter Krebsarten des Verdauungssystems, des endokrinen, des Atmungssystems, des Mundes und des Rachens.
📚 Wo wurde die Studie veröffentlicht
Die im Journal of Exposure Science and Environmental Epidemiology veröffentlichte Studie ist die erste, die Krebs und die Verschmutzung von Trinkwasser durch PFAS in den USA untersucht, während frühere Forschungen schädliche Substanzen mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen wie Nierenkrebs, Brustkrebs und Hodenkrebs in Verbindung gebracht hatten.
📈 Was hat das Forschungsteam festgestellt
Das Forschungsteam stellte bei der Analyse von Bevölkerungsdaten ein besorgniserregendes Muster fest, wonach in Landkreisen mit erhöhten PFAS-Werten in der Zeitspanne 2016 – 2021 mehr Fälle von Krebs registriert wurden. Laut der Umweltschutzbehörde der USA (EPA) führt die Verschmutzung durch diese Substanzen zu etwa 6.800 neuen Krebsfällen pro Jahr.
🗺️ Welche Gebiete betroffen sind
Die Ergebnisse der Experten haben gezeigt, dass die Krebsraten in den Landkreisen von New York und Kalifornien zwischen 2% und 33% lagen, wobei die Gruppe Bedenken hinsichtlich der Perfluorbutansulfonsäure (PFBS) äußerte, einer Art von PFAS, die mit Mund- und Rachenkrebs in Verbindung steht.
🧍 Wen betreffen die PFAS am meisten
Wie die Studie erwähnt:
- Die Männer in Gebieten mit hohen PFAS-Werten wiesen erhöhte Fälle von Leukämie und Krebs auf, die das Harnsystem, das Gehirn und die weichen Gewebe betreffen.
- Die Frauen in denselben Regionen hatten in höherem Maße Schilddrüsenkrebs, Mund, Hals und weiche Gewebe.
🗣️ Was der Studienleiter erklärt
«Diese Ergebnisse ermöglichen es uns, eine erste Schlussfolgerung über die Beziehung zwischen bestimmten seltenen Krebsarten und PFAS zu ziehen», sagte Siquwen Sherlock Li, Postdoktorand im Institut für Bevölkerungs- und öffentliche Gesundheitswissenschaften an der Keck School of Medicine und Hauptautor der Studie.
🧪 Neue Vorschriften und zukünftige Maßnahmen
Li wies darauf hin, dass die EPA ab 2029 die Werte von sechs Arten von PFAS im Trinkwasser überwachen wird, ließ jedoch die Möglichkeit offen, dass striktere Grenzwerte zum Schutz der öffentlichen Gesundheit erforderlich sein könnten.
«Einige weniger untersuchte PFAS sollten intensiver überwacht werden, und die Regulierungsbehörden sollten auch über andere PFAS nachdenken, die möglicherweise noch nicht streng geprüft wurden», fügte er hinzu.
🧴 Wo sonst finden sich PFAS im Alltag
Außerdem ist ihre Verwendung weit verbreitet in Alltagsgegenständen wie:
- Antihaft-Kochgeschirr
- Wasserdichte Kleidung
- Lebensmittelverpackungen
Mit dem Waschen und dem Kontakt mit der Haut ist der Mensch ausgesetzt schädlichen Substanzen, und selbst geringe Mengen davon können in den Organismus eindringen, was zu möglichen langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit führen kann.
📚 Quelle: NewMoney Green